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Weihnachtsstern das ganze Jahr über gesund und blühend halten
Der Weihnachtsstern mit seinen leuchtend roten (manchmal weißen, rosa oder marmorierten) Hochblättern ist ein unverkennbares Symbol der Weihnachtszeit. Doch was passiert, wenn der festliche Glanz nachlässt und die Dekorationen weggeräumt werden? Die meisten Weihnachtssterne landen im Müll, dabei können Sie mit etwas Wissen diese Pflanze zu einem langlebigen Zimmergewächs machen und ihre Schönheit viele Jahre genießen.
So geben Sie Ihrem Weihnachtsstern eine echte Überlebenschance
Weihnachtssterne sind keine Wegwerfdekorationen. Ursprünglich stammen sie als tropische Sträucher aus Mexiko. Entscheidend für ihr Überleben ist, ihre natürlichen Bedürfnisse zu kennen und diese im Innenraum nachzuahmen. Folgendes sollten Sie beachten:
- Helles, indirektes Licht: Weihnachtssterne gedeihen am besten bei mindestens sechs Stunden Tageslicht – idealerweise an einem Fenster mit Südausrichtung. Direktes Sonnenlicht kann die Blätter verbrennen, deshalb ist ein heller, aber schattiger Standort optimal.
- Konstante Wärme: Die Pflanzen bevorzugen Temperaturen zwischen 15 und 21 Grad Celsius. Zugluft sowie Standorte neben Heizkörpern oder Lüftungsschlitzen sollten gemieden werden, da starke Temperaturschwankungen Stress verursachen.
- Richtig gießen: Vermeiden Sie Staunässe – gießen Sie erst, wenn die oberste Erdschicht (ca. 2,5 cm) trocken ist. Überschüssiges Wasser muss gut abfließen können, damit keine Wurzelfäule entsteht.
Weihnachtsstern nach den Feiertagen richtig pflegen
Nach den Festtagen verblassen die auffälligen Hochblätter. Das ist ein natürlicher Teil des Pflanzenlebens und kein Grund zur Sorge. So unterstützen Sie Ihren Weihnachtsstern bei der Regeneration:
- Zurückschneiden für neues Wachstum: Schneiden Sie etwa die Hälfte der Stängellänge mit einer scharfen, sauberen Gartenschere zurück. Das fördert einen buschigeren Wuchs und die Entstehung neuer Blüten.
- Düngen für kräftige Entwicklung: Von Frühling bis Sommer sollten Sie einmal im Monat mit einem ausgewogenen, verdünnten Flüssigdünger nachhelfen. So erhält die Pflanze die nötigen Nährstoffe.
- Umtopfen bei Bedarf: Wächst der Weihnachtsstern zu groß, können Sie ihn im Frühjahr in einen etwas größeren Topf mit durchlässiger Blumenerde umsetzen. Der neue Topf sollte nur geringfügig größer sein, um Staunässe zu vermeiden.
Das Geheimnis roter Hochblätter: Tageslängen simulieren
Für die Blütenbildung benötigt der Weihnachtsstern kurze Tage mit etwa 14 Stunden Dunkelheit. So gestalten Sie die Lichtverhältnisse zuhause:
- Ununterbrochene Dunkelphase: Von Ende September bis Mitte November sollten Sie jede Nacht mindestens 14 Stunden völlige Dunkelheit gewährleisten. Das gelingt, indem Sie die Pflanze nachts mit einem dunklen Tuch abdecken oder sie in einen dunklen Schrank stellen.
- Konsequente Lichtverhältnisse: Die Dunkelheit muss absolut ungestört sein, auch kleinste Lichtquellen können die Blütenbildung stören. Halten Sie diese Regel 8 bis 10 Wochen durchgehend ein.
Die Belohnung: Neue Blütenpracht genießen
Mit der passenden Pflege und der künstlichen Verkürzung der Tageslichtstunden bilden sich im November oder Dezember die ersten Blütenknospen. Während sich die Knospen entwickeln, wird die tägliche Lichtmenge schrittweise erhöht. So präsentiert sich Ihr Weihnachtsstern bald wieder mit kräftig roten (oder der jeweiligen Sortenfarbe entsprechenden) Hochblättern und wird erneut zum festlichen Blickfang.
Weihnachtsstern das ganze Jahr einrichten und pflegen
Mit den beschriebenen Pflegetipps bleibt Ihr Weihnachtsstern über viele Jahre gesund und attraktiv. Er durchläuft einen stetigen Zyklus aus Wachstum, Schnitt und Ruhephase und belohnt Sie jährlich mit seiner festlichen Blütenpracht. Schenken Sie Ihrem Weihnachtsstern die nötige Aufmerksamkeit – er wird Ihnen lange Freude bereiten.
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