Das Geheimnis für köstlichen Rhabarber im eigenen Garten
Wer schon immer Rhabarber im eigenen Garten anbauen wollte, aber dachte, es sei zu kompliziert, wird überrascht sein! Mit ein paar einfachen Tipps gelingt Ihnen bald eine prächtige Rhabarberpflanze. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann der beste Zeitpunkt zum Pflanzen ist, wie Sie die Pflanze richtig pflegen und vor allem, wie Sie besonders schmackhaften Rhabarber ernten.
Was ist Rhabarber?
Rhabarber ist eine mehrjährige Staude, die besonders in kühleren Klimazonen gedeiht. Botanisch gehört er zu den Sauerampfergewächsen. Gegessen werden vor allem die Stiele, während die Blätter giftig sind. Rhabarber ist ballaststoffreich und kalorienarm. Sein typischer, säuerlicher Geschmack macht ihn zur beliebten Zutat für Kuchen und andere Desserts.
Wie wächst man Rhabarber?
Wann pflanzen?
Der ideale Zeitpunkt für das Einpflanzen von Rhabarber ist der frühe Frühling, sobald sich der Boden gut bearbeiten lässt. Da Rhabarber kühles Wetter bevorzugt, sollte er vor den Sommerhitzen gesetzt werden. In wärmeren Regionen ist auch eine Pflanzung im Herbst möglich, um im Frühjahr zu ernten.
Wie pflanzen?
Wählen Sie einen Standort mit voller Sonne bis Halbschatten und gut durchlässigem Boden. Entfernen Sie Unkraut und andere Rückstände. Verbessern Sie die Erde mit Kompost oder reifem Mist.
Teilen Sie die Rhabarberwurzeln vor dem Pflanzen in Abschnitte, die jeweils mindestens einen Austrieb besitzen. Setzen Sie die Wurzelstücke in Abständen von 60 bis 90 Zentimetern in ein Loch, das etwas tiefer ist als die Pflanzen selbst. Bedecken Sie die Wurzeln mit Erde, sodass die Knospe knapp oberhalb der Oberfläche bleibt. Gießen Sie danach gründlich, damit sich die Erde setzt und Luftblasen verschwinden.
Wie pflegen?
Rhabarber ist robust und benötigt wenig Aufwand. Gießen Sie regelmäßig, besonders in Trockenzeiten. Düngen Sie im Frühjahr und Herbst mit einem ausgewogenen Dünger.
Im ersten Jahr sollten aufkommende Blütenstängel entfernt werden, damit die Energie in das Blattwachstum fließt.
Ernte
Erst im zweiten Jahr können Sie Rhabarber ernten. Beginnen Sie im Frühling, wenn die Stiele mindestens 30 Zentimeter lang sind. Nehmen Sie nur einige Stiele pro Pflanze und lassen Sie den Rest stehen, um das Wachstum nicht zu schwächen. Am aromatischsten sind dicke, rote Stiele, die Sie frei ernten können.
Für eine reiche Ernte sorgen ein sonniger Standort sowie regelmäßige Bewässerung und Düngung. Mit etwas Sorgfalt können Sie viele Jahre Freude an frischem Rhabarber haben.
Wichtig: Verzehren Sie nur die Stiele, da die Blätter giftig sind.
Alternativen zum Freilandanbau
Wer keinen Garten oder nur wenig Platz hat, kann Rhabarber auch in Töpfen oder Kübeln ziehen. Achten Sie auf gut durchlässige Blumenerde und gießen Sie regelmäßig. Für größere Ernteerträge bietet sich der klassische Anbau im Beet an, sofern Platz vorhanden ist. Der Boden sollte gut vorbereitet sein und bei Trockenheit tief gegossen werden.
Fazit
Rhabarber im eigenen Garten anzubauen ist eine lohnende Aufgabe, die mit schmackhaften Früchten belohnt wird. Mit dem passenden Standort, guter Pflege und etwas Geduld entsteht so eine reiche Ernte für Kuchen, Marmeladen und mehr. Auch wenn Rhabarber relativ unkompliziert wächst, braucht er Zeit, um sich vollständig zu etablieren und reichlich Stiele zu bilden. Mit den hier vorgestellten Tipps haben Sie eine solide Grundlage für Ihren eigenen Rhabarbergarten.

